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Projekt „Die Moldau“ von Bedřich Smetana

Im Rahmen des Projekts „Wasser voller Leben“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der sinfonischen Dichtung „Die Moldau“ von Bedřich Smetana. Ziel war es, Musik bewusst wahrzunehmen, Naturdarstellungen zu verstehen und kreative Zugänge zum Thema Wasser zu entwickeln.
Zu Beginn erhielten die Kinder eine Einführung in die sinfonische Dichtung, eine musikalische Form, die Geschichten oder Landschaften beschreibt. Anschließend hörten sie das berühmte Werk „Die Moldau“, das den Verlauf des gleichnamigen Flusses musikalisch darstellt. Parallel dazu arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in einer Stationenarbeit, bei der sie unterschiedliche Aufgaben zum Thema Wasser und Musik bearbeiteten. Ein zentrales Element war das Bearbeiten eines Expertenheftes, in dem Wissen über den Fluss, die Komposition und die einzelnen musikalischen Abschnitte gesammelt und vertieft wurde. Zusätzlich sahen die Kinder ein Video über den Fluss Moldau, während sie gleichzeitig die Musik hörten. Dadurch konnten sie visuelle Eindrücke mit den Klängen verbinden und die musikalische Darstellung des Flusses besser nachvollziehen. Ein wichtiger kreativer Zugang war das Malen zur Musik. Die Kinder setzten ihre Höreindrücke in Bilder um und versuchten, Bewegung, Stimmung und Dynamik der Musik sichtbar zu machen.
Die musikalischen Abschnitte der „Moldau“
Die Komposition gliedert sich in mehrere Abschnitte, die im Projekt einzeln betrachtet und vertieft wurden:
Die zwei Quellen – kalte und warme Quelle
Zu Beginn stellt die Musik zwei kleine Quellen dar, die sich zu einem Fluss vereinen. Die Kinder hörten das sanfte Plätschern und stellten dies in Zeichnungen dar, meist mit ruhigen Farben und fließenden Linien.
Jagd im Wald
In diesem Teil wird eine fröhliche Jagdszene beschrieben. Hörner und rhythmische Klänge lassen das Geschehen lebendig werden. Die Schülerinnen und Schüler erkannten hier Bewegung und Spannung.
Bauernhochzeit
Die Musik wechselt zu einer festlichen und tänzerischen Stimmung. Die Kinder beschrieben diesen Abschnitt als fröhlich und lebendig und gestalteten passende Bilder mit vielen bunten Farben.
Nymphen Reigen (Tanz der Wassergeister)
Dieser Abschnitt ist geheimnisvoll und verträumt. Die Musik klingt weich und schwebend. Die Kinder stellten sich eine nächtliche Szene am Wasser vor und malten fantasievolle Bilder mit mystischen Figuren.
Stromschnellen
Hier wird die Musik plötzlich schneller und kraftvoller. Die Stromschnellen werden durch laute und bewegte Klänge dargestellt. Die Kinder erkannten die Gefahr und die Energie des Wassers.

Die Burg Prag (Vyšehrad)
Am Ende erreicht der Fluss die Stadt Prag. Die Musik wird feierlich und majestätisch. Dies wurde als Abschluss und Höhepunkt wahrgenommen.
Durch das Projekt konnten die Schülerinnen und Schüler:
Musik bewusster hören und deuten
den Zusammenhang zwischen Natur und Musik verstehen
ihre Kreativität beim Malen zur Musik entfalten
Wissen über den Fluss Moldau und seine Bedeutung erwerben
eigenständig im Rahmen der Stationenarbeit lernen
Das Projekt „Die Moldau“ verband Musik, Sachunterricht und kreatives Arbeiten auf besondere Weise. Die Kinder tauchten in die Welt der Klänge ein und erlebten, wie Musik Geschichten erzählt. Besonders das Zusammenspiel aus Hören, Sehen und Gestalten ermöglichte ein nachhaltiges und ganzheitliches Lernen.